COVID-19-Universitätsverordnung

Update vom 06.05.2020

Seit dem 23.4.2020 ist es offiziell: Die C-UHV, so die offizielle Abkürzung für die recht umfassende, bundesweite Verordnung zur Bewältigung der Konsequenzen von COVID-19 an Universitäten und pädagogischen Hochschulen, ist in Kraft. Als HTU Graz betrachten wir die Verordnung bei weitem nicht als der Weisheit letzter Schluss, ein erster Schritt ist aber getan. 

Das Rektorat der TU Graz hat am 5. Mai seine neu erworbenen Kompetenzen genutzt und Maßnahmen an unserer Universität konkretisiert. Wir haben sie markiert in diese Übersicht eingefügt. Über den konkreten Ablauf von Prüfungen kannst du dich in der Verordnung selbst informieren oder auf den FAQs der TU Graz nachlesen.

Leider noch immer nicht zufrieden sind wir mit der Studienbeitragssituation. Wir werden uns in den kommenden Wochen noch ausführlich dafür einsetzen, dass Studierende auch hier ein neutrales Semester haben und halten euch auf dem Laufenden.

Studienrecht

  • Nachfrist: Die Frist, mit guten Gründen noch ein Studium beginnen zu können bzw. die Fortsetzung durch Zahlung von ÖH- und ggf. Studienbeiträgen zu melden, wird bis 30.6. verlängert. Im Wintersemester reicht die allgemeine Zulassungsfrist bis 30.9. statt 5.9.

    • Vorsicht: Zum jetzigen Stand gibt es, außer der Beurlaubung für das Semester, keinen Studienbeitragserlass und keine zusätzlichen Toleranzsemester. Bitte zahle ihn also fristgerecht ein, um weiter studieren zu können.

  • Einteilung des Studienjahrs: Es ist jetzt österreichweit möglich, Lehrveranstaltungen und Prüfungen auch in den Sommermonaten durchzuführen. Wir vermissen hier die Möglichkeit, einen Zeitraum für Erwerbstätigkeit und Urlaub freihalten zu können, werden uns aber auf TU-Ebene für einen freien August einsetzen.

  • StEOP und Voraussetzungen: Seit neuestem ist es für das Rektorat möglich, die ECTS-Grenze vor der Absolvierung der StEOP anzuheben. Auch Voraussetzungsketten in den Studienplänen können ausgesetzt werden. Quereinsteigende können die StEOP teils auch im Wintersemester absolvieren.

    • Neu: Die Begrenzung von zusätzlich absolvierbaren Lehrveranstaltungen (22 ECTS-Grenze) wird ab 7.5.2020 zentral ausgesetzt.

    • Neu: Studiendekaninnen und Studiendekane können Voraussetzungen aussetzen und dich händisch zu aufbauenden Lehrveranstaltungen anmelden. Bitte wende dich bei Bedarf an dein Dekanat. Ausgenommen sind sicherheitsrelevante Voraussetzungen und solche, die Lehramtsstudierende auf die Arbeit mit Schüler*innen vorbereiten.

  • Beurlaubung: Wenn du bereits eine Beurlaubung beantragt hast, kannst du sie ab sofort auch wieder aufheben lassen. Damit einhergehend musst du aber den vollen Studienbeitrag bis zur Nachfrist einzahlen, sofern die Toleranzzeit schon überschritten ist.

    • In der Verordnung kommt auch die Möglichkeit einer eigenen COVID-19-Beurlaubung vor. Bis dorthin absolvierte Prüfungen bleiben gültig.

    • Neu: Aus Gründen, die im Zusammenhang mit COVID-19 stehen, kann man sich für das Sommersemester 2020 bis 30. Juni beurlauben lassen.

  • Modalitäten von Lehrveranstaltungen und Prüfungen: Wie bereits praktiziert, können die Modalitäten und Kriterien jetzt auch während des Semesters geändert werden.

    • Neu: Bei Prüfungen müssen sie spätestens bis zum Ende der Anmeldefrist bekanntgegeben werden, am besten aber noch vor dem Beginn der Frist.

    • Bei Änderungen am Abhaltungsmodus (z.B., wenn Terminkollisionen bei Anwesenheitspflicht entstehen) kannst du dich ohne Benotung und Verlust eines Antritts abmelden.

  • Online-Prüfungen: Es gibt relativ detaillierte Regeln zu Online-Prüfungen, insbesondere dürfen aufgrund technischer Probleme abgebrochene Prüfungen nicht als Antritt gewertet werden (bei Plagiarismus allerdings schon). Bei mündlichen Prüfungen kann zumindest eine Vertrauensperson der Prüfung beiwohnen. Prüfungseinsicht kannst du, bis auf Multiple Choice-Prüfungen, digital nehmen.

  • Für Lehrveranstaltungen vom Typ Vorlesungen muss es auch im Sommersemester 2020 mindestens drei Prüfungstermine geben.

    • Neu: In Vorlesungen kann als Prüfung auch eine adäquate Ersatzleistung vorgesehen werden.

  • Auslaufende Curricula: Sie werden zumindest bis Ende des Wintersemesters 2020 verlängert. Betroffen sind Bachelor Biomedical Engineering, Master Elektrotechnik-Toningenieur, Master Technische Physik und das Joint Doctoral Programme Geo-Engineering and Water Management.

  • Man kann sich vier Freifach-ECTS pro Monat für COVID-assoziierte Tätigkeiten in folgenden Bereichen anrechnen lassen: öffentliche Sicherheit, Gesundheitsvorsorge, Unterrichtswesen und Versorgungssicherheit. Für Fragen zur Anrechnung wende dich bitte direkt an deine Studiendekanin oder deinen Studiendekan. 

  • Neu: Bei Präsenzterminen (Prüfungen und Laboren) müssen hygienische Verhaltensregeln eingehalten werden. Ihr findet den aktuellen Stand in TU4U. Nicht teilnehmen darf man mit COVID-Erkrankung oder entsprechenden Symptomen, Risikogruppen sollen ebenfalls nicht auf die TU kommen.

  • Neu: Risikogruppen, COVID-symptomatische Studierende und solche, die nicht einreisen können bzw. in Quarantäne sind, haben Anspruch auf Alternativen zur Präsenzprüfung.

Beihilfen

  • Anspruchsdauer: Falls dir durch COVID-19 überwiegende Behinderung am Studium erwächst, kannst du im Sommersemester 2020 weiterhin Studienbeihilfe beziehen. Generell verlängert sich die Anspruchsdauer um ein Semester, wenn du bis zu diesem Semester Studienbeihilfe bezogen hast (auch für das Mobilitätsstipendium); bei der Altersgrenze musst du aber eine Verzögerung durch die COVID-19-Krise nachweisen.

  • Fristen: Das Sommersemester 2020 wird bei der Studienbeihilfe für Berechnung der Anspruchsdauer, Nachweis des Studienerfolgs, Aufnahme eines weiteren Studiums, Einhaltung der Altersgrenze und verspäteten Studienerfolg nicht betrachtet.

  • Studienabschluss-Stipendium (bundesweite Version): Es kann weitere sechs Monate bezogen werden, wenn sich der Studienabschluss durch die Krise verzögert.

  • Auslandsstudien: Wenn du ein Auslandsstudium durch die COVID-19-Krise abbrechen musstest, müssen bereits überwiesene Raten der Studienbeihilfe nicht zurückgezahlt werden.